Afrikanischen Schweinepest im Landkreis Görlitz

Stand: 22.01.2021

Bei einem Wildschwein-Kadaverfund im Landkreis Görlitz wurde durch das Nationale Referenzlabor am Friedrich-Loeffler-Institut (Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) ein weiterer Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bestätigt.

Der Fundort liegt in der bestehenden Pufferzone und befindet sich ca. 2 Kilometer westlich des Flugplatzes Rothenburg und ca. 3,5 Kilometer von der Neiße entfernt. Da dies südlich – also außerhalb des bisherigen gefährdeten Gebietes liegt, müssen die Restriktionszonen erweitert werden.

Bei dem positiven Fund handelt sich ein um einen Keiler, der im Rahmen der regelmäßigen Fallwildsuche, die in der Pufferzone systematisch durchgeführt wird, aufgefunden wurde.

Die Sachverständigengruppe sowie der ASP-Krisenstab des Sozialministeriums werden sich zeitnah zu weiteren Abstimmungen treffen. Die neuen Restriktionszonen werden in der kommenden Woche in zwei Allgemeinverfügungen bekanntgegeben.

Die epidemiologischen Untersuchungen sind bereits aufgenommen worden. Zunächst wird um Fundort mit einem Radius von zwei bis drei Kilometern ein mobiler Elektrozaun gezogen, um eine Versprengung eventuell weiterer infizierter Tiere zu verhindern. Das bestehende gefährdete Gebiet und die Pufferzone werden schnellstmöglich räumlich angepasst. Die neu hinzugekommenen Teile des gefährdeten Gebietes werden ebenfalls schnellstmöglich mit einem Festzaun eingezäunt.

Zudem wurde bei einem Wildschwein, das in der Nähe von Skerbersdorf, ca. 80 Meter von der polnischen Grenze entfernt tierseuchenrechtlich entnommen wurde, das ASP-Virus durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt.
Mit diesen beiden neuen Fällen erhöht sich die Zahl der ASP-positiven Fälle in Sachsen auf 19.


Stand: 29.12.2020

Im Landkreis Görlitz gibt es einen weiteren bestätigten Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP). Ein, bei der Fallwildsuche in der als gefährdetem Gebiet ausgewiesenen Restriktionszone im Landkreis Görlitz, gefundenes Kadaverteil wurde bei Laboruntersuchungen sowohl in der Landesuntersuchungsanstalt Sachsen als auch im Friedrich-Loeffler-Institut das ASP-Virus festgestellt. Damit erhöht sich die Zahl der ASP-Fälle in Sachsen auf aktuell 16. Der Fund wurde wie alle anderen vorher in unmittelbarer Nähe der Neiße, östlich des jüngst errichteten festen Wildschweinabwehrzauns festgestellt. Sämtliche in den aktuellen Allgemeinverfügungen der Landesdirektion Sachsen festgelegten Maßnahmen im gefährdeten Gebiet und in der Pufferzone bleiben gültig. Anpassungen sind nicht nötig.

Nach drei Zyklen der Fallwildsuche wurden bisher insgesamt 70 Kadaver oder Kadaverteile von Wildschweinen gefunden. Von diesen 70 Funden entfallen 37 auf den Truppenübungsplatz der Bundeswehr und wurden alle negativ befundet oder waren auf Grund des weit fortgeschrittenen Zersetzungsgrades nicht auswertbar. Außerhalb des militärischen Gebietes wurden insgesamt 33 Fallwildfunde gemeldet. Alle 16 positiven ASP-Fälle befinden sich in der Gemeinde Krauschwitz und erstrecken sich wie eine Perlenkette zwischen Sagar und Werdeck entlang der Neiße.

Insgesamt sind um das gefährdete Gebiet ca. 90 Kilometer fester Zaun installiert, davon 56 Kilometer an der deutsch-polnischen Grenze zwischen der Landesgrenze zu Brandenburg im Norden und der Autobahn A4 bei Görlitz im Süden. Die Planungen für die Zäunung des erweiterten gefährdeten Gebietes im nordwestlichen Bereich bei Bad Muskau mit einer Länge von weiteren ca. 16 Kilometer sind abgeschlossen. Mit den Vorbereitungsarbeiten in Form des Ausforstens der Trasse sind ebenfalls weitgehend abgeschlossen. Zu Beginn des Jahres 2021 wird mit der Zäunung im Nordwesten begonnen.


Stand: 09.12.2020

Die Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen (LDS) zur Festlegung eines gefährdeten Gebietes und weiterer Anordnungen zur Tierseuchenverhütung und -bekämpfung der Afrikanische Schweinepest (ASP) vom 5. November 2020 wird durch die Allgemeinverfügung der LDS zur Erweiterung des gefährdeten Gebietes und weitere Anordnungen zur Tierseuchenverhütung und -bekämpfung der Afrikanische Schweinepest (ASP) vom 9. Dezember 2020 ersetzt.


Das Gebiet um die im Freistaat Sachsen festgestellten ASP-Ausbrüche bei Wildschweinen wird als gefährdetes Gebiet festgelegt. Das gefährdete Gebiet umfasst folgende Gemeinden bzw. Teile von Gemeinden im Landkreis Görlitz und ist in dem folgenden Kartenausschnitt als schraffierter Bereich mit folgenden Grenzen dargestellt:
 
  • Gemeinde Bad Muskau,
  • Gemeinde Krauschwitz östlich des folgenden Straßenzuges: B115 nördlicher Teil (Jämlitzer Weg) – S123 (Geschwister-Scholl-Straße) - B115 Südlicher Teil (Görlitzer Straße),
  • Gemeinde Rietschen östlich der B115 und nördlich der Südgrenze Truppenübungsplatz Oberlausitz,
  • Gemeinde Rothenburg/O.L. nördlich der Südgrenze Truppenübungsplatz Oberlausitz und Welschgraben,
  • Gemeinde Weißkeißel östlich der B115.


Es gelten damit neue Anordnungen an die Jagdausübungsberechtigten (JAB), Schweinehalter und für die Allgemeinheit. Insbeondere zur eingeschränkten Jagd von Wild und der Verbringung von erlegten Wildschweinen.

Der gesamte Wortlaut der Allgemeinverfügung ist auf der Internetseite der LDS veröffentlicht und tritt am 10. Dezember 2020 in Kraft.


Gleichzeitig wurde die Allgemeinverfügung der LDS zur Festlegung einer Pufferzone mit weiteren Anordnungen zur Tierseuchenverhütung und -bekämpfung der Afrikanische Schweinepest (ASP) vom 5. November 2020 durch die Allgemeinverfügung der LDS zur Erweiterung der Pufferzone und weitere Anordnungen zur Tierseuchenverhütung und -bekämpfung der Afrikanische Schweinepest (ASP) vom 9. Dezember 2020 ersetzt.


Als Pufferzone wird das Gebiet um das mit der Allgemeinverfügung vom 9. Dezember 2020,  festgelegte gefährdete Gebiet bestimmt. Die Pufferzone umfasst folgende Gemeinden und Teile von Gemeinden im Landkreis Görlitz:
 

  • Gemeinde Boxberg/O.L. östlich der K8481 und nördlich der S131,
  • Gemeinde Gablenz,
  • Stadt Görlitz nördlich der Bundesautobahn 4,
  • Gemeinde Groß Düben,
  • Gemeinde Hähnichen,
  • Gemeinde Krauschwitz sofern nicht bereits Teil des gefährdeten Gebietes,
  • Gemeinde Kreba-Neudorf östlich der S131 sowie der S121,
  • Gemeinde Mücka östlich der S121,
  • Gemeinde Neißeaue,
  • Gemeinde Niesky nördlich der S121 und westlich der B115,
  • Gemeinde Quitzdorf am See nördlich der S121,
  • Gemeinde Rietschen sofern nicht bereits Teil des gefährdeten Gebietes,
  • Gemeinde Rothenburg/O.L. sofern nicht bereits Teil des gefährdeten Gebietes,
  • Gemeinde Schleife,
  • Gemeinde Trebendorf östlich der K8481,
  • Gemeinde Weißkeißel sofern nicht bereits Teil des gefährdeten Gebietes,
  • Gemeinde Weißwasser/O.L. östlich der K8481.

Es gelten damit neue Anordnungen an die Jagdausübungsberechtigten (JAB), Schweinehalter und für die Allgemeinheit. Insbeondere zur Mitwirkung an der verstärkten Fallwildsuche und der Aufwandsentschädigung für JAB.

Der gesamte Wortlaut der Allgemeinverfügung ist auf der Internetseite der LDS veröffentlicht und tritt am 10. Dezember 2020 in Kraft

Karte 09

Eine interaktive Kartendarstellung beider Restriktionszonen finden Sie hier.
 

Stand: 07.12.2020

Am 30.11.2020 wurde die zweite schwerpunktorientierte Fallwildnachsuche im Gefährdeten Gebiet im zivilen Bereich abgeschlossen. Insgesamt wurden rund 70 Kadaver oder Kadaverteile im gesamten Gefährdeten Gebiet, inklusive des Truppenübungsplatzes, gefunden. Davon  waren 14 ASP-positiv. Es gibt damit im Landkreis insgesamt 15 bestätigte Fälle von Afrikanischer Schweinepest. Die ASP-positiven Tierkadaver wurden alle in der Gemeinde Krauschwitz zwischen den Ortsteilen Pechern und Sagar in unmittelbarer Nähe der Neiße östlich der Wildschweinbarriere gefunden, ausgenommen der zwei einzelnen Gliedmaßen,  welche mit hoher Wahrscheinlichkeit durch Prädatoren verschleppt wurden.

Derzeit wird in den Gebieten der Pufferzone schwerpunktorientiert nach Fallwild gesucht. Dort gab es bislang einen ASP-negativen Kadaverfund.

Der Bau des festen Knotengeflechtzauns, parallel zur bereits bestehenden Wildschweinbarriere und um das Gefährdete Gebiet, als Teil der Bekämpfungsmaßnahmen, ist im zivilen Bereich weitestgehend abgeschlossen. Der Zaun schließt seit dem 02.12.2020 an den Zaun des Landes Brandenburg an. Die Bereiche des Truppenübungsplatzes sind komplett elektrisch eingezäunt und werden voraussichtlich bis Ende des Jahres mit einem festen Knotengeflechtzaun eingezäunt sein.

Nachdem sich in der letzten November Woche die Expertenteams des Friedrich Loeffler Institutes und der Europäischen Kommission ein Bild von der Lage im Landkreis Görlitz gemacht haben, wird nun über die nächsten Schritte und weiteren Maßnahmen für die Bekämpfung der ASP beraten.


Stand: 16.11.2020

Am heutigen Montag, 16.11.2020 konnte bereits vorzeitig die gezielte Suche nach toten Wildscheinen (Fallwildsuche) im zivilen Bereich des gefährdeten Gebietes im Landkreis Görlitz abgeschlossen werden.

„Dank der zahlreichen Helfer von Bundeswehr, Technischen Hilfswerk, der Freiwilligen Feuerwehren, dem Staatsbetrieb Sachsenforst und der Bereitschaftspolizei sowie den ortsansässigen Jägern und Hundeführern ist es uns gelungen am vergangenen Wochenende die letzten Teile des betroffenen zivilen Gebietes abzusuchen. Sie haben Hand in Hand mit unserem Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt und dem Kreisforstamt eine hervorragende Arbeit geleistet.“ vermeldet Landrat Bernd Lange am Montagnachmittag.

Am Wochenende konnte das Virus erneut an je einem gefundenen Vorderlauf und einem Hinterlauf nachgewiesen werden. Die Fundorte liegen ebenfalls im Ortsteil Pechern in der Gemeinde Krauschwitz nahe der polnischen Grenze ca. 2 bzw. 4 Kilometer vom Erlegungsort des ersten positiven Wildschweines entfernt. Sie wurden vermutlich durch Prädatoren (Beutegreifer) verschleppt. Aktuell wartet der Landkreis noch auf Untersuchungsergebnisse weiterer Funde von Fallwild unmittelbar an bzw. aus der Neiße.

Die Fallwildsuche ist Teil der Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Landkreis Görlitz und dient zur Ermittlung der Ausdehnung des tatsächlichen Infektionsgeschehens. Aktuell waren pro Tag bis zu 170 Personen im zivilen Bereich des gefährdeten Gebietes im Einsatz.


Stand: 05.11.2020

Die Allgemeinverfügung der Landesdirektion Sachsen (LDS) zur Festlegung eines gefährdeten Gebietes und weiterer Anordnungen zur Tierseuchenverhütung und -bekämpfung (Afrikanische Schweinepest - ASP) vom 3. November 2020 musste aufgrund einer Rückmeldung der Europäischen Kommission optimiert werden. Die Änderungen betreffen ausschließlich die verbale Beschreibung und eine minimale Änderung der räumlichen Ausdehnung.

Es wird das Gebiet um die Abschussstelle eines ASP-infizierten Wildschwein in Krauschwitz/Pechern im Freistaat Sachsen als gefährdetes Gebiet festgelegt. Es umfasst folgende Gemeinden und Ortsteile im Freistaat Sachsen und ist in dem folgenden Kartenausschnitt als innere Linie (schraffiert) mit folgenden Grenzen dargestellt:

  • Gemeinde Krauschwitz östlich der B115
  • Gemeinde Weißkeißel östlich der B115
  • Gemeinde Rietschen östlich der B115 und nördlich der Südgrenze Truppenübungsplatz Oberlausitz


In diesem Gebiet gelten:

Anordnungen an die Jagdausübungsberechtigten:

  • Jagdverbot für alle Tierarten
  • verstärkte Fallwildsuche
  • Anzeigezeigepflicht von Fallwild (für die Mitwirkung wird eine Aufwandsentschädigung gewährt)


Vorgaben für die Schweinehalter:

 Im gefährdeten Gebiet sind Auslauf- und Freilandhaltung von Schweinen verboten.


Anordnungen an die Allgemeinheit:

  • Es gilt Leinenzwang für Hunde.
  • Eine Untersagung der Nutzung land- und forstwirtschaftlicher Flächen wird im Einzelfall durch die Landesdirektion Sachsen entschieden.
  • Veranstaltungen mit Schweinen sind im gefährdeten Gebiet untersagt.
  • Die Errichtung von Absperrung mit einer wildschweinsicheren Umzäunung ist zu dulden.
     

Allgemeinverfügung zur Festlegung eines gefährdeten Gebietes vom 05.11.2020 
 

Weiterhin wurde die Allgemeinverfügung zur Festlegung einer Pufferzone mit weiteren Anordnungen veröffentlicht.

Als Pufferzone wird das Gebiet um das mit der Allgemeinverfügung vom 5. November 2020, festgelegte gefährdete Gebiet bestimmt. Die Pufferzone umfasst folgende Gemeinden und Ortsteile im Landkreis Görlitz und ist in dem folgenden Kartenausschnitt gemäß Legende mit folgenden Grenzen dargestellt:

  • Gemeinde Gablenz
  • Gemeinde Bad Muskau
  • Gemeinde Krauschwitz sofern nicht bereits Teil des Gefährdeten Gebietes
  • Gemeinde Weißkeißel sofern nicht bereits Teil des Gefährdeten Gebietes
  • Gemeinde Rietschen sofern nicht bereits Teil des Gefährdeten Gebietes
  • Gemeinde Hähnichen
  • Gemeinde Rothenburg/ O. L.
  • Gemeinde Neißeaue
  • Gemeinde Görlitz nördlich der Bundesautobahn 4


In diesem Gebiet gelten:

Anordnungen an die Jagdausübungsberechtigten:

  • Jagdverbot für alle Tierarten
  • verstärkte Fallwildsuche
  • Anzeigezeigepflicht von Fallwild (für die Mitwirkung wird eine Aufwandsentschädigung gewährt)
     

Vorgaben für die Schweinehalter:

  • Schweinehalter haben der zuständigen Behörde unverzüglich die Anzahl der gehaltenen Schweine, die Nutzungsart und den Standort, sowie verendete oder erkrankte, insbesondere fieberhaft erkrankte Schweine anzuzeigen.
  • Die Schweine sind so abzusondern, dass sie nicht mit Wildschweinen in Berührung kommen können.
  • Es muss geeignete Desinfektionsmöglichkeiten an den Ein- und Ausgängen der Ställe oder sonstigen Standorten eingerichtet werden.
  • Verendete und erkrankte, insbesondere fieberhaft erkrankte Schweine, bei denen der Verdacht auf Afrikanische Schweinepest nicht ausgeschlossen werden kann, sind nach näherer Anweisung der zuständigen Behörde serologisch oder virologisch zu untersuchen.
  • Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände, mit denen Schweine in Berührung kommen können, müsssen für Wildschweine unzugänglich aufbewahrt werden.
  • Ein Hund auf dem Betriebsgelände eines schweinehaltenden Betriebes darf das Gelände nur unter Aufsicht verlassen.
  • Schweine dürfen auf öffentlichen oder privaten Straßen oder Wegen nicht getrieben werden, ausgenommen hiervon sind betrieblichen Wege.
  • Erlegte oder verendet aufgefundene Wildschweine oder deren Teile sowie Gegenstände, mit denen Wildschweine in Berührung gekommen sein können, dürfen nicht in einen schweinehaltenden Betrieb verbracht werden.
  • Auslauf- und Freilandhaltung von Schweinen ist verboten.


Anordnungen an die Allgemeinheit:

  • Personen, die mit Wildschweinen in Berührung gekommen sind, haben Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen nach näherer Anweisung des LÜVA durchzuführen. Das gilt auch für Hunde.
  • Veranstaltungen mit Schweinen sind untersagt.
  • Die Errichtung von Absperrungen mit einem wildschweinsicheren Zaun ist zu dulden.
     

Allgemeinverfügung zur Festlegung einer Pufferzone vom 05.11.2020
 

Karte PZ und GG

Die detailierte Karte zum Download.


Stand: 01.11.2020
Um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Sachsen zu verhindern, hat der Freistaat zwei Allgemeinverfügungen  erlassen. Darin wurde eine Restriktionszone und eine Pufferzone festlegt, in der für Jäger, Schweinehalter und die Allgemeinheit besondere Regelungen gelten. Die Restriktionszone beschreibt ein sogenanntes gefährdetes Gebiet um die Abschussstelle eines mit ASP infizierten Wildschweins in der Ortslage Krauschwitz/Pechern im Landkreis Görlitz. Die Pufferzone wurde nun ebenfalls definiert.

Für Jäger gilt in diesem Gebiet ein Jagdverbot für alle Tierarten. Gestartet wird eine intensive Suche nach sogenanntem Fallwild, um einen Überblick über die tatsächliche Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu bekommen, bzw. den Nachweis zu erbringen, dass es zu keinem weiteren Eintrag gekommen ist. Für verendet gefundene Wildschweine gilt eine Anzeigepflicht. Jäger, die Fallwild anzeigen sowie bei der Bergung und Beseitigung mitwirken, erhalten dafür eine Aufwandsentschädigung. Schweinhaltern ist in diesem Gebiet die Freilandhaltung und der Auslauf von Schweinen untersagt. Für Hundehalter und ihre Tiere gilt ein Leinenzwang. Messen, Versteigerungen und sonstige Veranstaltungen mit Schweinen sind untersagt. Über die Nutzung von land- und forstwirtschaftlichen Flächen wird im Einzelfall entschieden.

Am 31. 10. 2020 hatte das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt, dass ein am 27.10.2020 im Landkreis Görlitz geschossenes Wildschwein mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert war. Das Tier wurde in der Landesuntersuchungsanstalt am 29.10. untersucht und der Verdacht am 30.10.2020 ausgesprochen. Das Tier wurde auf dem Gebiet der Gemeinde Krauschwitz erlegt. Ein zeitgleich geschossener Frischling war negativ getestet worden.

Der Krisenstab des Sozialministeriums und das Landestierseuchenbekämpfungszentrum wurden am Wochenende aktiviert und eingerichtet. In Absprache mit dem Landkreis und der Bundeswehr wurden die Restriktionszone und die Maßnahmen festgelegt. Deren Überwachung obliegt dem Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramtes des Landkreises.

Der gesamte Wortlaut der Allgemeinverfügung ist auf der In­ter­net­sei­te der Lan­des­di­rek­ti­on Sach­sen einsehbar. Sie tritt am Tage nach ihrer Bekanntgabe in Kraft.
----------------------------------------------------------------------------------------------------


 

Hausanschrift
Landratsamt Görlitz
Bahnhofstraße 24
02826 Görlitz
 
Postanschrift
Landratsamt Görlitz
PF 30 01 52
02806 Görlitz

Wichtig: Bei Schrift-verkehr betreffendes Amt angeben!
 


Öffnungszeiten

Übersicht der Standorte und Verteilung der Ämter in den Häusern des Landratsamtes

 

#MeinZushauseLKGR
 

Facebook – folgen Sie uns ?!    Hier twittert das Onlineteam LKGR    In unserem YouTube - Kanal präsentieren wir Ihnen Aktuelles, Alltägliches und Glanzlichter aus unserem Landkreis Görlitz.    Bilder und Fotos aus dem östlichsten Landkreis D