Wilde Müllablagerungen häufen sich

In den vergangenen Wochen haben viele Menschen im Landkreis die kontaktarme Zeit genutzt, um Ordnung in den eigenen Garten zu bringen. Meist gehört zum Frühjahrsputz im Garten der Strauch- und Baumschnitt dazu. Doch wohin mit den Gartenabfällen? Einige Mitbürger werden unter dieser Fragestellung sehr kreativ, welches die steigenden Fallzahlen für wilde Müllablagerungen in Wäldern zeigen. Ein Entsorger berichtete von, außerhalb der Öffnungszeiten, über den Zaun geworfenen Abfällen, in einer nicht geringen Menge. In all diesen Fällen werden Ermittlungen eingeleitet und empfindliche Bußgelder verhängt bzw. Anzeige bei der Polizei erstattet. Der Regiebetrieb Abfallwirtschaft nimmt schriftliche Hinweise und Beobachtungen aus der Bevölkerung bezüglich solcher Vergehen entgegen.


Entsorgungsmöglichkeiten für Grünschnitt

  • Feinen Grün- oder Heckenschnitt entsorgt man am besten in der Biotonne oder im eigenen Komposthaufen. Falls einmal die vorhandene Biotonne nicht ausreicht, können zugebundene Gartenabfallsäcke mit einem Volumen von 120 Liter und zum Preis von 3,12 Euro neben die Tonne bereitgestellt werden.
     
  • Eine weitere Möglichkeit ist, Gartenabfälle wie Rasenschnitt, Äste oder Strauchschnitt mit Hilfe eines Gartenhäckslers zu Mulch zu verarbeiten. So können sie als wertvolle Nährstoffe im Garten verbleiben und schützen so den Boden vor der Austrocknung sowie dem Unkrautwuchs.
     
  • Große, grobe Materialien wie Baumschnitt, ausgegrabene Wurzeln und auch alle anderen Gartenabfälle können bei diversen Entsorgungsunternehmen für kleines Geld abgegeben werden. Der Preis für die Entsorgung ist immer abhängig von der Beschaffenheit der Struktur. Zum Beispiel kostet die Beseitigung von feinem Rasen- und Heckenschnitt bei der Niederschlesischen Entsorgungsgesellschaft mbH (NEG) ca. 45 Euro pro Tonne. Grober Strauch- oder Baumschnitt wird für ca. 70 Euro pro Tonne abgenommen.
     

Bei diesen niedrigen Preisen von 0,45 bis 0,70 Euro pro Kilogramm Grün- und Gartenabfall ist es nicht nachvollziehbar, dass Abfälle auf den Wiesen und in den Wäldern des Landkreises abgeladen werden. Gartenabfälle gehören nicht in die Natur, da Wald- und Grünflächen eigene kleine Ökosysteme bilden. Sobald zusätzliche Faktoren eingebracht werden, wie zum Beispiel Nährstoffe, Mikroorganismen oder nichteinheimische Pflanzenteile, kann das Ökosystem auf lange Sicht geschädigt oder gar zerstört werden. Schon Wurzelreste, Zwiebeln, Knollen oder Samen nichteinheimischer konkurrenzstarker Gartenpflanzen können austreiben und unsere einheimischen Pflanzen verdrängen.

Wilde Müllablagerungen sind nicht nur ein unschöner Anblick, sie laden Nachahmer erfahrungsgemäß dazu ein immer mehr Unrat abzulagern. Innerhalb kürzester Zeit befinden sich kleine Deponien im Wald oder auf Grünflächen. Die Beräumung zahlt unter Umständen der Abfallgebührenzahler, wenn kein Verursacher festzustellen ist.

Die Abfallwirtschaft im Landkreis Görlitz weist daher nachdrücklich darauf hin, dass die illegale Entsorgung von Abfällen eine Ordnungswidrigkeit darstellt und mit einem Bußgeld bestraft wird.

Wilder Müll_Parkstraße Niesky_(c)Landratsamt Görlitz
Wilde Müllablagerungen wie diese in der Nieskyer Parkstraße werdem im Landkreis immer häufiger.

 
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Bahnhofstraße 24
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