Auswertung Strategiebefragungen

Am 29.06.2011 wurde der Auswertungsstand der Strategiebefragungen Vertretern regionaler Medien präsentiert. Nachfolgend werden ausgewählte Ergebnisse der einzelnen Befragungen dargestellt. Weitere Auswertungsergebnisse können unter www.strategie-lkgr.de in der Rubrik Dokumente heruntergeladen werden.

Experteninterviews:
Befragungszeitraum: Mai 2010 bis Mai 2011
Bis zum 25.06.2011 wurden 51 der 82 geführten Experteninterviews ausgewertet, wobei sich bereits eine deutliche Aussagetendenz ergab, welche in der Datei Auswertung der Experteninterviews betrachtet werden kann.

An dieser Stelle werden Chancen/Potenziale, Probleme und Handlungsempfehlungen kurz beleuchtet.
Als Chance hat sich die Vielfalt als Markenzeichen des Landkreises herausgestellt, wobei jede Region ihre eigenen kulturellen und historischen Besonderheiten besitzt. Die vielfältige Natur/Landschaft ist ein weiteres Potenzial. Der landschaftliche Formenschatz reicht vom Gebirge im Süden über das Oberlausitzer Hügelland in der Mitte bis zur Heide und Teichlandschaft im Norden des Kreises. Eine einheitliche Vermarktung dieser vielfältigen Kultur und Landschaft wird als große Chance für die Entwicklung des Tourismus betrachtet.

Die größten Problemfelder werden in den Bereichen Haushalt/Förderung, Wirtschaft und Identität/Lebensqualität gesehen.

Aus der Summe der bereits ausgewerteten Experteninterviews konnten folgende Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.
• Verbesserung der Kommunikation zwischen Kommunen und Landkreis mithilfe einer zentralen Koordinierungsstelle
• Steigerung der Bürgernähe und unternehmensfreundlicher Verwaltungsstrukturen durch Entbürokratisierung
• Erhöhung der Mitgestaltung durch mehr Transparenz/Information und eine verstärkte Zusammenarbeit mit den Bürgern

Bürgerbefragung:
Befragungszeitraum: Januar bis Februar 2011
Beteiligung: 1.244

Die Nennung der größten Stärken und Schwächen ergab folgendes Bild. Natur und Landschaft stellen für jeden vierten Befragten die bedeutendste Stärke des Landkreises dar. Der Bereich des Tourismus und eine günstige geographische Lage sind die am zweit- und dritthäufigsten genannten Stärken. Als dominante Schwäche wurde von fast jedem dritten Befragten die Wirtschaft (hohe Arbeitslosenquote/ungünstige Wirtschaftsstruktur) identifiziert. Infrastruktur (Schulschließungen, Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen, ausgedünnter ÖPNV im ländlichen Raum, die Anbindung an die Autobahn) und Politik/Verwaltung (keine Bürgernähe, Bürokratie, Aktionismus) folgen auf den Plätzen zwei und drei.

Die Einschätzung der zukünftigen Entwicklung ergab, dass aus der Sicht der Mehrheit der Befragten – rund 60 % – die zukünftige Entwicklung des Landkreises einen eher negativen Verlauf einschlägt. Als dominierende Gründe wurden der demographische Wandel (Überalterung und Abwanderung) eine hohe Arbeitslosenquote/ungünstige Wirtschaftsstruktur (niedrige Löhne, wirtschaftliche Stagnation, zu wenig Arbeitsplätze) und Unzufriedenheit mit der vorhandenen Infrastruktur (Schulschließungen, Dauerbaustelle B178n, mangelhafter ÖPNV im ländlichen Raum) angeführt.

Der größte Handlungsbedarf wurde in den Breichen Schaffung attraktiver Arbeitsplätze, Sicherheit und Ordnung sowie der medizinischen Versorgung gesehen.

Aufgrund der Tatsache, dass sich 73 % der Befragten nicht ausreichend in Entscheidungsfindungsprozesse im Landkreis einbezogen fühlen gingen an dieser Stelle zahlreiche Verbesserungsvorschläge ein.
Am häufigsten wurde die Steigerung der Mitsprachemöglichkeit genannt. Die soll aus der Sicht der Befragten durch frühzeitige Bürgerbeteiligungen, Befragungen, Einrichtung eines Bürgerforums bei Strategieentscheidungen und Bürgerentscheide umgesetzt werden. An zweiter Stelle folgt der Wunsch nach einer verbesserten Informationsarbeit durch offene Kommunikation, klare Zielaussagen bei gleichzeitiger Motivation der Bürger, einer übersichtlicheren Darstellung der Arbeit des Kreistages, der verstärkten Nutzung der neuen Medien, die Einrichtung von Bürgersprechstunden (z.B. Sprechstunden bei Kreisräten), jährliche Informationsveranstaltungen oder Newsletter für interessierte Bürger.

Befragung kommunaler Vertreter:
Befragungszeitraum: Februar bis März 2011
Beteiligung: von 57 Kommunen und 2 Verwaltungsgemeinschaften nahmen 20 an der Befragung teil

Die Befragung ergab, dass die Themen Bürokratie, Erhöhung der Kreisumlage und Einführung der Doppik als größte Hemmnisse in der alltäglichen Arbeit der kommunalen Verwaltungen empfunden wurden.

Nachfolgend sind die Themenbereiche benannt, in denen die Kommunen mehr Unterstützung durch den Landkreis erwarten.
Es wird eine flexiblere Handhabung bestehender Programme vom Fachdienst Beschäftigung und Arbeit erwartet. Die finanzielle Ausstattung in den Bereichen Kinder und Jugendarbeit sowie im Bereich Bildung wurde von den kommunalen Vertretern ebenso angesprochen wie ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch zwischen den Kommunen und dem Landkreis.

Zu einem späteren Zeitpunkt werden vertiefte Auswertungen der drei Befragungen in einem Bericht zusammengefasst, welcher ebenfalls an der o.g. Stelle veröffentlicht wird.

Ansprechpartner:

Herr Holger Freymann (Amtsleiter)
Telefon 03581 663-3301
Fax 03581 663-63300
Berliner Straße 24, GR
Hausanschrift: Landratsamt Görlitz Bahnhofstraße 24 02826 Görlitz
Etage: 4. Obergeschoss
Zimmer: 4.38
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Wichtig: Bei Schrift-verkehr betreffendes Amt angeben!
 


Frau Sandy Marschke (Sb. Kreisplanung / Strategie)
Telefon 03581 663-3308
Fax 03581 663-63308
Berliner Straße 24, GR
Hausanschrift: Landratsamt Görlitz Bahnhofstraße 24 02826 Görlitz
Etage: 4. Obergeschoss
Zimmer: 4.16
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Wichtig: Bei Schrift-verkehr betreffendes Amt angeben!
 


Dateien zum Download
Auswertung der Experteninterviews

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PF 30 01 52
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