Zwei grenzüberschreitende Linien nehmen Fahrt auf

Am 1. August 2020 starten zwei neue Buslinien den grenzüberschreitenden Verkehr. Die Linie 691 verkehrt an Wochenenden auf der Strecke Hrádek/Zittau – Bogatynia – Frýdlant v Čechách – Świeradów-Zdrój und ist damit ideale Ausflugslinie. Die Linie 831a verbindet Bogatynia und Zittau täglich. Der Kleinbus (20 Sitzer) fährt an Wochentagen 3x täglich in jede Richtung und an Wochenenden 2x täglich in beide Richtungen.

Beide Busse haben hervorragende Anschlüsse in Zittau an die Züge von / nach Görlitz, Cottbus sowie Dresden. Auch zur Zittauer Schmalspurbahn besteht ein guter Anschluss. Das ist ein wichtiger Schritt für den ÖPNV in der Region, denn beide Linien verbinden die Menschen im Dreiländereck und bieten nicht nur Gästen die Möglichkeiten, die touristischen Ziele der Region zu entdecken.

Am Busbahnhof in Zittau wurden die neuen Linien am Donnerstag, 30 Juli 2020, in Anwesenheit von Landrat Bernd Lange, Oberbürgermeister Thomas Zenker, Bürgermeister Wojciech Błasiak, Bürgermeister Roland Marciniak sowie Stellvertreter Jan Sviták und den Betreiber der Linien Krzysztof Bielecki und Martin Oumrt feierlich eingeweiht - dazu gehörte auch eine erste Probefahrt.

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Landrat Bernd Lange (2.v.r.) und Landrat Michael Harig, Verbandsvorsitzender des ZVON (Mitte), der stellvertretende Hejtman des Kraj Liberec, Jan Svitáknd (2.v.l.), und  Bogatynias Bürgermeister Wojciech Błasiak (r.) bei der Vertragsunterzeichnung am Zittauer Busbahnhof.

Linie 691: Wochenendtouren in das Isergebirge jetzt mit dem Bus möglich

Die neue Ausflugslinie 691 verbindet zukünftig samstags sowie an Sonn- und Feiertagen über 54 Kilometer Streckenlänge das Dreiländereck Deutschland – Polen – Tschechien. Sie startet in Hrádek nad Nisou und führt über Zittau – Bogatynia
und Frýdlant v Čechách nach Świeradów-Zdrój. Die Fahrtzeit beträgt 1 Stunde 33 Minuten.

Für Nutzer aus dem Zittauer Bereich ist der auf dieser Linie geltende Sondertarif des Busunternehmens CSAD Liberec die günstige Alternative. Reisende, die bis Zittau zunächst den Zug benutzen oder die neue Linie 691 ganz oder teilweise für eine Rundreise benutzen, profitieren von den verschiedenen Angeboten des EURO- NEISSE-TICKETS für Einzelreisende, Familien oder Kleingruppen. Im Bus können die Fahrkarten mit den Währungen aller drei Länder bezahlt werden.

Die Linie verkehrt zunächst bis Ende November 2020 als Pilotprojekt, welches aus Mitteln des TRANS-BORDERS-Projektes finanziert 691_poster_2020-07-10__ wird. Dieses grenzüberschreitende Projekt wird gefördert aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des INTERREG CENTRAL EUROPE-Programms. Mitglieder des TRANS-BORDERS-Projektes im Dreiländereck Deutschland – Polen – Tschechien sind unter anderem der Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON), das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA), das Marschallamt von Niederschlesien sowie der für den Bezirk Liberec tätige Verkehrsverbund KORID.

Bei einem entsprechenden Erfolg ist vorgesehen, die Linie nach Abschluss des Projektes weiter zu betreiben und seitens der kommunalen Ebene weiter zu unterstützen. Die lokalen Partner sind dabei auf der deutschen Seite der Landkreis Görlitz und der Verkehrsverbund ZVON, in Polen die Städte Bogatynia und Świeradów-Zdrój sowie in Tschechien der Liberecký kraj sowie der Verkehrsverbund KORID.

Linie 831a: Neue Buslinie zwischen Zittau und Bogatynia

Ebenso ab dem 1. August 2020 startet eine neue Buslinie zwischen Zittau und Bogatynia. Montags bis freitags werden drei Fahrten, an Wochenenden zwei Fahrten pro Richtung angeboten. Damit besteht erstmals seit Einstellung der Schmalspurbahn im Jahre 1945 wieder eine direkte und umsteigefreie Verbindung zwischen beiden Städten.
In Zittau werden mit kurzen Umsteigezeiten Anschlüsse an die Züge nach Dresden und Görlitz geboten, ebenso an die Zittauer Schmalspurbahn. Neben komfortablen Ausflügen in die Städte sind damit beispielsweise Touren ins Zittauer Gebirge oder zum Naherholungsgebiet Berzdorfer See möglich.

In der Buslinie gilt neben dem EURO-NEISSE-TICKET ein Haustarif des polnischen Busunternehmens F.H.U. Bielawa, der auch die unmittelbare Weiterfahrt in den Zittauer Stadtbussen ermöglicht. Ebenso erfolgt eine Anerkennung ZVON-Einzelfahrscheine für die entsprechenden Relationen. Die Fahrkarten können sowohl mit Euro als auch mit Złoty bezahlt werden.

Bei entsprechender Nachfrage ist vorgesehen, das Angebot weiter zu verdichten. Ebenso ist eine Weiterführung der Linie bis in das tschechische Frýdlant v Čechách im Gespräch. Die Finanzierung der Linie erfolgt gemeinschaftlich durch die Stadt Bogatynia sowie dem Landkreis Görlitz, außerdem mit Mitteln des TRANS-BORDERS-Projektes.

Weitere Infos:
https://www.zvon.de/de/grenzueberschreitende-Buslinien/


(Pressemitteilung des ZVON vom 30. Juli 2020)
 
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