ASP-Sperrzone II im Landkreis Görlitz komplett aufgehoben – Meilenstein nach fünf Jahren intensiver Bekämpfung erreicht
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wird in Sachsen weiter erfolgreich zurückgedrängt. Seit Juli 2024 wurden keine neuen ASP-Fälle im Landkreis Görlitz mehr verzeichnet. Am 23. September 2025 wurde die Sperrzone II, das sogenannte infizierte Gebiet, auf dem Territorium des Landkreises Görlitz durch die Landesdirektion vollständig aufgehoben und das Landkreisgebiet in der Sperrzone I deutlich verkleinert. Im Nordwesten des Landkreises besteht noch ein Zipfel (Schleife, Mulkwitz, Sprey, Bärwalde) der sich in der Sperrzone I befindet. Darüber hinaus befindet sich der komplette Schutzkorridor Ost weiterhin in Sperrzone I.
Nach fünf Jahren intensiver ASP-Bekämpfungsmaßnahmen endet damit eine herausfordernde Phase. Dies war nur durch das Zusammenspiel vieler Akteure möglich von der Verwaltung, maßgeblich koordiniert durch das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Görlitz, über die Jägerschaft und Landwirtschaft bis hin zu Spezialdiensten und freiwilligen Helfern.
Eine kartografische Darstellung der Gebiete des Landkreises, die in der Sperrzone I verbleiben, steht im Geoportal - Sachsenatlas unter https://www.tiergesundheit.sachsen.de/aktuelles-6610.html#a-6624 zur Verfügung.
Mit der Aufhebung der Sperrzone II gibt es für alle Jäger des Landkreises Görlitz keine Einschränkungen mehr bei der Jagdausübung. Schweinehalter benötigen keine Genehmigungen mehr für Transporte innerhalb Deutschlands und können den Schlachtbetrieb frei wählen.
Trotz dieses Erfolges bleibt die ASP ein ernstzunehmendes Risiko. Der Landkreis Görlitz, an der Schnittstelle zu Polen und Tschechien gelegen, sieht sich weiterhin in einer besonderen Verantwortung. Die grenznahen Hochrisikogebiete in Polen sowie neue Ausbruchsfälle in den Bundesländern Hessen und Nordrhein-Westfalen zeigen: Die Gefahr eines Wiedereintrages besteht fort. Das Risiko-Management wird von der Abteilung ASP-Bekämpfung des Veterinäramtes auf hohem Niveau weitergeführt werden.