Auftaktkonferenz in Löbau – umfangreiche Bürgerbeteiligung geplant

Landkreise Bautzen und Görlitz starten gemeinsames Modellvorhaben zur Sicherung von Versorgung und Mobilität

Wie kann es gelingen, die Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen in Anbetracht sinkender Einwohnerzahlen auch zukünftig zu sichern? Diese und damit in Verbindung stehende standort- und verkehrsplanerische Fragestellungen wollen die Landkreise Bautzen und Görlitz gemeinsam klären.

Die Auftaktveranstaltung für das Modellvorhaben mit dem Titel „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ fand heute (25.08.2016) in Löbau statt. Den rund 100 Teilnehmern aus Städten und Gemeinden sowie aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft wurden dabei die Ziele des Vorhabens, erste Ansätze zum Vorgehen sowie Möglichkeiten und Grenzen hinsichtlich der Ausgestaltung präsentiert und zur Diskussion gestellt.

„Beide Landkreise stehen vor ähnlichen Herausforderungen und befassen sich seit geraumer Zeit intensiv mit dem demografischen und strukturellen Wandel und den Möglichkeiten der Gestaltung. Die Teilnahme am Modellvorhaben birgt für unsere Region eine enorme Chance, gute Ansätze und bestehende Kooperationen gemeinsam mit Bürgern und vielfältigen Akteuren weiter zu vertiefen und auch nachhaltig zu etablieren. Deshalb ist auch ein gemeinsames Konzept für das Modellvorhaben wichtig und richtig“, unterstrich Birgit Weber, Beigeordnete des Landkreises Bautzen die Intention für das landkreisübergreifende Projekt.

Vorgesehen ist es, Kooperationsräume zu entwickeln, in denen Einrichtungen zur Daseinsvorsorge gebündelt und gemeinsam genutzt werden können. Ferner sollen darauf ausgerichtete Mobilitätsangebote geschaffen werden: vom klassischen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wie Bus oder Bahn bis hin zu neuen Angeboten wie Car-Sharing, Bürger- und Rufbussen oder Mitfahrplattformen. Für die Umsetzung werden Partner wie der Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) und der Regionale Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien eingebunden.

Außerdem ist geplant, neben Gemeinden und Dienstleistern aus den Bereichen Mobilität und Versorgung vor allem Bürger, und damit künftige Nutzer entsprechender Angebote einzubeziehen.

Im Rahmen des Modellvorhabens ist als investives Projekt in der letzten Projektphase geplant, eine Koordinierungsstelle für Mobilität und Standortentwicklung einzurichten.

„Die hohe Beteiligung und die regen Diskussionen der Auftaktkonferenz zeigen das große Potenzial in unserer Region und den Willen zur Unterstützung, um gemeinsam zukunftsfeste Infrastrukturen zu schaffen“, ist Heike Zettwitz, Dezernentin im Landkreis Görlitz, nach dem offiziellen Projektstart überzeugt.

Nach der Auftaktkonferenz sind als nächste Schritte für den Herbst insgesamt sechs regionale Workshops in der Modellregion geplant, um dort die Bürger und vorhandene lokale Initiativen zu beteiligen. Im Anschluss an diese regionalen Veranstaltungen sollen Pilotregionen gefunden werden, um mögliche Lösungen anhand der ganz konkreten Situationen zu erarbeiten.


Hintergrund:

Gefördert wird das Modellvorhaben „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die Landkreise Bautzen und Görlitz hatten sich dafür gemeinsam im September 2015 erfolgreich beworben. Bautzen-Görlitz gehört zu bundesweit 18 Regionen, von 91 Bewerberregionen, die bei der Umsetzung ihrer Projektideen über einen Zeitraum von rund zweieinhalb Jahren gefördert werden. Laufzeit des Modellvorhabens: 2016 - 30.06.2018

 

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