Abgeschlossene Maßnahmen seit 2007

Prozessschutz / Sukzession

Bereits mit der Erstellung des Pflege- und Entwicklungsplanes wurde 2002 die Ausweisung eines Totalreservates vorgeschlagen. Im Rahmen der Erweiterung des Naturschutzgebietes wurden 2011 ca. 214 ha südlich des Großen Tiefzuges bzw. östlich des Neu- und Schemsteiches als Totalreservat ausgewiesen. Hier sollen eigendynamische Prozesse ungestört ablaufen und im Rahmen einer wissenschaftlichen Beobachtung dokumentiert werden können.

Abdichtung des Dammes Zulaufgraben Frosch-/Frauenteich

Peiskergraben(c)Dieter ZarthNachdem ein 2004 rekonstruierter Damm im Bereich des Zulaufgrabens zum Frosch-/ Frauenteich auf einem Teilstück kurz hinter dem Verteilerbauwerk am Peisker Graben brach, wurde dieses 2013 erneuert und damit die getrennte Wasserversorgung von Großem Tiefzug und Frosch-/Frauenteich wiederhergestellt.

Einerseits kann hierdurch verhindert werden, dass durch zurückströmendes Wasser aus dem Frauenteich Nährstoffen in den Großen Tiefzug eingetragen werden, andererseits kann durch die Steuerung der Wasserverteilung das gewünschte Trockenfallen der Strandlingsgesellschaften im Großen Tiefzug günstig beeinflusst werden.

 

 

 

 

Dammabschnitt vor (oben; Foto: Kerstin Friebe) und 
nach der Rekonstruktion 2013 (unten; Foto: Dieter Zarth)

Rückbau Raklitzawehr nördlich der Teichgruppe Rietschen

Die Raklitza ist im Gebiet als einzige wesentliche Verbindung zum Weißen Schöps ein wichtiges Bindeglied im Biotopverbund und eines der wenigen Vorkommensgewässer der vom Aussterben bedrohten Quappe (Lota lota). Im Zuge der Umverlegung des Weißen Schöps durch die Vattenfall Europe Mining AG wurde 2014/2015 das Raklitzawehr zum Schöps nördlich der Teichgruppe Rietschen durch eine raue Rampe ersetzt und die Gewässerdurchgängigkeit Weißer Schöps - Raklitza hergestellt.

Wehr Raklitza1(c)Dieter Zarth

Wehr Raklitza2(c)Dieter Zarth Wehr Raklitza3(c)Dieter Zarth

von links nach rechts: Wehr und Raklitza vor, während und nach der Bauphase (Fotos: Dieter Zarth)

Ersatzneubau Stauanlage Hau20 und Öffnung Kirschkesgraben

Hau20(c)Kerstin FriebeDie im östlichen Kerngebiet gelegene Hirschwiese soll zu einem Nass- und Feuchtwiesenkomplex entwickelt werden. Durch den Ersatzneubau der Stauanlage Hau 10 konnte bereits 2004 der zur Erreichung dieses Zieles notwendige Grundwasserstand im Bereich der westlichen Hirschwiese zeitweise annähert erreicht werden. Ein erheblicher Teil des Wassers strömte allerdings weiterhin über das Grundwasser ab. Um dem entgegenzuwirken wurde der Ersatzneubau der Stauanlage Hau 20 am östlichen Rand der Hirschwiese, was gleichzeitig die Kerngebietsgrenze darstellt, empfohlen.

Erste Planungen erfolgten bereits 2006. Letztendlich wurde der Ersatzneubau im Jahr 2015 als Kompensationsmaßnahme für den Ausbau der Bahnstrecke Horka – Grenze D/Pl realisiert. Im Rahmen dieser Maßnahme wurde auch der bis dahin verrohrte Bereich des Kirschkesgrabens auf der östlichen Hirschwiese wieder geöffnet.

Kirschkesgraben(c)Kerstin FriebeMit dem deutlich höheren Wasserstand im Hauptgraben, der nach dem Ersatzneubau der Stauanlage Hau 20 erreicht werden kann, lässt sich der Grundwasserstand im Bereich der Hirschwiese deutlich erhöhen. Dadurch reduzieren sich auch die Versickerungsverluste des Frauen- und Froschteiches wesentlich. Dies hat neben der Grundwasserstandanhebung im Bereich der Hirschwiese ebenfalls positive Wirkungen auf die Wasserstände im Froschteich und Großen Tiefzug und somit z.B. auf den Froschkrautbestand im Einlaufbereich des Froschteichs sowie auf die angrenzenden Verlandungsbereiche im Großen Tiefzug.

Stauanlage Hau 20 (oben) und Kirschkesgraben (unten)
auf der Hirschwiese (Fotos: Kerstin Friebe)

Abriss- und Entsiegelungsmaßnahmen

Abriss Quolsd 2015(c)Dieter ZarthIm Rahmen des Ausbaus der B115 nördlich Rietschen wurden als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen mehrere kleinere Entsiegelungs- und Abrissmaßnahmen geplant.

So wurden Ende 2015 die ehemaligen Entenställe am Kalbenteich in der Teichgruppe Quolsdorf abgerissen. Gleichzeitig erfolgte der Rückbau der nicht mehr benötigten Zu- bzw. Ablaufbauwerke einschließlich der angrenzenden, mit Betonplatten versiegelten Flächen. (Foto: Dieter Zarth)

In der Teichgruppe Niederspree erfolgten mehrere kleinflächige Abriss- und Entsiegelungsmaßnahmen.

 


 

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