Fitnessprogramm für die Heizung

Verbrauch senken, Förderprogramme nutzen

Viele Heizungsanlagen arbeiten nicht optimal und verursachen unnötig hohe Heizkosten. Oft reichen kleine Investitionen, um die Kosten spürbar zu senken. Angelika Baumgardt, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Sachsen, stellt einige Stellschrauben vor:

Heizungswasser zu warm: „Ist das Heizwasser wärmer als nötig, kommt die von den Heizkörpern nicht genutzte Wärme zum Kessel zurück. Ein Brennwertkessel kann dann seine Vorteile nicht voll nutzen und über das Rohrleitungssystem entstehen unnötig hohe Verluste", so Baumgardt. "Eine Anpassung der Einstellwerte in der Heizungsregelung kann hier bereits Abhilfe schaffen."

Dämmung der Rohrleitungen: Heizungsrohre in unbeheizten Räumen müssen gedämmt sein, sonst geht sehr viel Wärme verloren. Hier kann man auch selbst handwerklich tätig werden. „Die Dämmung sollte dabei etwa so dick sein wie das Rohr selbst“, erklärt Baumgardt.

Verteilung des Heizungswassers: Oft werden einige Heizkörper viel zu warm, meist im Erdgeschoss, andere hingegen nicht warm genug – häufig im entlegenen Dachgeschoss. Ein  sogenannter hydraulischer Abgleich kann hier für eine gleichmäßige Verteilung sorgen. Dazu wird an den Thermostatventilen der Heizkörper die Wassermenge einreguliert. Dann fließt durch die Heizkörper genau so viel Heizungswasser, wie benötigt wird um den Raum optimal zu beheizen. Eventuell müssen dafür neue Thermostatventile installiert werden.

Heizungspumpe:  Alte Heizungspumpen sind manchmal wahre Stromfresser. Der Austausch gegen Hocheffizienzpumpen kann den Stromverbrauch der Pumpen um bis zu 80 Prozent verringern. Optimale Ergebnisse werden durch die Kombination von Pumpentausch und hydraulischem Abgleich erreicht.

Förderprogramme: Seit August 2016 fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle den Heizungspumpentausch und den hydraulischen Abgleich sowie alle dafür erforderlichen Komponenten mit Zuschüssen. Die Einstellung der Heizkurve durch einen Fachmann ist ebenfalls förderfähig. Die Förderhöhe beträgt 30 Prozent der Nettoinvestition, höchstens 25.000 Euro je Standort.

Wie bei der Antragstellung zu verfahren ist, können Interessierte bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale erfahren. Einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der Heizungsanlage und Tipps für ihre Optimierung bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen außerdem mit dem Heiz-Check, für den ein Energieberater nach Hause kommt und das System von Gas- oder Ölheizkessel, einer Fernwärmestation oder einer Wärmepumpe genau unter die Lupe nimmt.

Unter der kostenfreien Nummer 0800 – 809 802 400 können Anfragen für einen Heiz-Check aufgenommen werden. Die Kostenbeteiligung beträgt 40 Euro, für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist das Angebot kostenlos.

Der Heiz-Check sowie alle weiteren Energieberatungsangebote für Mieter und Eigentümer werden gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Mehr Informationen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.

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