EnEV-Verschärfung mit Auswirkungen auf Neubauten

Beratungsbedarf für Bauherren ist gestiegen

 

Seit 1. Januar gelten strengere Richtwerte der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2016 für Neubauten. Damit wurden auch die Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes verschärft, sodass sie für den Primärenergiebedarf um 25 Prozent und für den Wärmeschutz der Gebäudehülle um rund 20 Prozent gestiegen sind.
 

Die Berechnung der entsprechenden Energiekennwerte eines Gebäudes ist in der EnEV weiterhin sehr komplex und immer ein Zusammenwirken aus gutem Dämmstandard und dem gewählten Heizungssystem. Für  Bauherren ist es damit besonders schwierig, den Überblick zu behalten. „Hinzu kommt, dass die gestiegenen Anforderungen an den Primärenergiebedarf auch die Baukosten steigen lassen. Nach Erhebungen verschiedener Studien zur EnEV-Verschärfung ab 2016 kann das immerhin 75 bis 300 Euro pro m² Wohnfläche ausmachen“, weiß Thomas Posanski, Energieberater bei der Verbraucherzentrale Sachsen.
 

Natürlich lassen sich die Vorgaben der EnEV im Zusammenspiel von Heizung und Hülle auf verschiedene Weise umsetzen. Um keine bösen Überraschungen auf der Kostenseite erleben zu müssen, kommt es heute  auf eine möglichst frühe Einbeziehung einer Energieberatung zur Diskussion verschiedener Varianten im Vorfeld der Planung an. Wenn das Heizsystem einmal ausgewählt ist, ist vieles schon gesetzt, was man dann nicht mehr ändern kann. „Wichtig zu wissen ist, dass ein niedriger Primärenergiebedarf nicht zugleich bedeutet, dass die Energiekosten dann auch in der Nutzung sinken werden“, so Posanski. Vielmehr bedarf es unter der Maßgabe der Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben der EnEV einer sachgerechten Abwägung von Investitions- und Folgekosten. Nur eine transparente und ehrliche Vollkostenbetrachtung ermöglicht den Bauherren eine langfristig sinnvolle Entscheidung. Dabei sollten alle energiebedingten Kosten von der Investition bis zur Nutzung  sowie Fördermöglichkeiten, die zur jeweiligen energetischen Variante passen, einbezogen werden.

 

Bei Fragen zur neuen EnEV,  zur richtigen Energieträgerauswahl, aber auch zu aktuellen Förderprogrammen von Bund und Land, sowie zu weiteren Fragen des Energiesparens hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale Eigentümern sowie Mietern, an 52 Standorten in Sachsen oder direkt vor Ort. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Informationen: www.verbraucherzentrale-energieberatung.de, Termine und Beratung: 0800 – 809 802 400 (kostenfrei)

Hausanschrift
Landratsamt Görlitz
Bahnhofstraße 24
02826 Görlitz
 
Postanschrift
Landratsamt Görlitz
PF 30 01 52
02806 Görlitz

Wichtig: Bei Schrift-verkehr betreffendes Amt angeben!
 



Öffnungszeiten

Übersicht der Standorte und Verteilung der Ämter in den Häusern des Landratsamtes

 

#MeinZushauseLKGR