Strategische Ziele 2017 - 2020

Strategische Ziele der präventiven Jugendhilfe im Rahmen der Jugendhilfeplanung ab 2017 - 2020

Leitziel
Der Lebens- und Sozialisationsraum Landkreis Görlitz stärkt die selbstbestimmte Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und Familien. Dabei verbinden Mütter und Väter mit ihren Kindern Identifikation und Heimat mit ihrer Verantwortung für die Gestaltung der Zukunft in der Region. Zudem integrieren sie gleichzeitig ihre Möglichkeiten, den Grenzraum im Sinne einer offenen europäischen Gesellschaft zu gestalten. Die Träger der Jugendhilfe unterstützen dazu aktiv die Gemeinwesenarbeit im Landkreis. 

Mittler - Ziel 1
Im Landkreis Görlitz stehen alltagsnahe und niederschwellige Unterstützungsangebote für Familien zur Verfügung. 

Handlungsziel 1:
Eltern- und Familienbildungsangebote werden kontinuierlich, bedarfsgerecht, wohnort- und lebensweltnah vorgehalten (ausgeglichene Komm- und Gehstruktur). Die Angebote berücksichtigen die Lebenswelt, die Interessen und die Bedarfslagen der Zielgruppen. Dies spiegelt sich in einer vielfältigen, niederschwelligen, geschlechtersensiblen Angebotsstruktur wider. 

Handlungsziel 2:
Die Fachkräfte der Familienbildung stehen Regeleinrichtungen (Kindertageseinrichtungen, Tagespflegestellen, Schulen) als Ansprechpartner zur Verfügung. Sie kooperieren mit anderen Einrichtungen, um möglichst viele Eltern und Erziehende frühzeitig (präventiv) mit  Familienbildungsangeboten zu erreichen. 

Handlungsziel 3:
Für die optimale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen arbeiten die Fachkräfte der Jugendhilfe mit Eltern und Erziehenden im Sinne einer Erziehungspartnerschaft zusammen. Eltern und Erziehende erfahren Selbstwirksamkeit und Partizipation, werden in ihrer Selbsthilfekompetenz gestärkt und nehmen ihre Erziehungsverantwortung besser wahr. 

Handlungsziel 4:
Es besteht ein arbeitsfähiges, koordiniertes Netzwerk Familienbildung im Landkreis Görlitz. Landkreisweit steht ein Angebot der Beratung, Begleitung und Weiterbildung für Fachkräfte der Jugendhilfe sowie pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und Schulen zum Themenbereich Elternarbeit, Erziehungspartnerschaft, Familienbildung zur Verfügung. 

Mittler - Ziel 2
Angebote und Ressourcen im Gemeinwesen sind so konzipiert, dass die Kompetenzen von Mädchen und Jungen bzw. jungen Frauen und Männern gefördert und gestärkt sind. 

Handlungsziel 1:
Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Schulformen und unterschiedlichen Alters, stehen ausreichend vielfältige außerschulische Bildungsangebote wohnortnah zur Verfügung, welche an ihren Interessen anknüpfen und durch sie mitbestimmt und gestaltet werden. Eigeninitiative und Engagement der jungen Menschen werden durch bedarfsgerechte Komm- und Gehstruktur von Fachkräften unterstützt. 

Handlungsziel 2:
Angebote zur Kompetenzförderung richten sich an Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen (beginnend ab Einstieg Kita) und finden auch in Kooperation mit den entsprechenden Regeleinrichtungen und Institutionen statt. Junge Menschen sind informiert und können sich so vor gefährdenden Einflüssen schützen. 

Handlungsziel 3:
Lern- und Begegnungsorte für Kinder und Jugendliche in ihren Gemeinwesen sind vorhanden und werden bei Bedarf von Fachkräften der Jugendhilfe begleitet. Ein besonderes Augenmerk wird Angeboten gewidmet, welche in ihren Konzepten folgende Ansätze enthalten:
  • Geschlechtsspezifik,
  • Demokratie- und Toleranzerziehung,
  • internationalen/ interkulturellen Kinder- und Jugendarbeit.

Handlungsziel 4:
Die unterschiedlichen Ressourcen und Kompetenzen der kooperierenden Personen, Träger, Kommunen, Instanzen im Landkreis werden genutzt, um fachlichen Austausch anzuregen sowie gemeinsame Strategien zu entwickeln und umzusetzen. 

Mittler - Ziel 3
Die Teilhabechancen im Leben für junge Menschen mit erschwerenden Entwicklungsbedingungen werden durch passgenaue Maßnahmen erhöht. Diese haben die Übergänge zwischen den verschiedenen Bildungsetappen begleitet und Mädchen und Jungen gleichermaßen ihre Entfaltung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten ermöglicht. 

Handlungsziel 1:
Für (Kinder), Jugendliche und Heranwachsende mit individuellen Problemlagen auf ihrem Bildungsweg sind Maßnahmen vorhanden, die den individuellen Bedarfslagen entsprechen und niederschwellig, vorrangig aufsuchend und flexibel gestaltet sind. 

Handlungsziel 2:
Es stehen passgenaue Angebote im Berufsbildungsbereich und der Berufsorientierung in Kooperation zwischen Jugendhilfe, Berufsförderung und Wirtschaft zur Verfügung, um vor allem benachteiligte Jugendliche in das gesellschaftliche Leben zu integrieren bzw. eine Alltagsstruktur zu schaffen. Die individuell begleitenden und unterstützenden Maßnahmen sind lebenswelt- und ressourcenorientiert. Sie unterliegen den Grundsätzen von Gender und Cultural Mainstreaming.
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