Freistaat unterstützt Kommunen beim Energiesparen

Herzlichen Glückwunsch. Zittau, Niesky und Ebersbach-Neugersdorf haben erfolgreich ein kommunales Energiemanagement (KEM) eingeführt. Dafür wurden sie vom Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft in Dresden ausgezeichnet. Erste Ergebnisse, wie zum Beispiel bei der Betriebsoptimierung der Anlagentechnik zeigen, dass zwischen 10 und 20% der Energiekosten eingespart werden können. Bei Interesse können Sie sich gerne an die Servicestelle Energie wenden. www.servicestelle-energie.de

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Umweltminister Thomas Schmidt hat auf der Veranstaltung zum Kommunalen Energiemanagement (KEM) h im Dresdener Hygienemuseum 72 kommunale Energiemanager und Energietechniker ausgezeichnet. Die Ehrung basiert auf dem erfolgreichen Abschluss von Schulungen, praxisnahen Workshops und der Umsetzung vor Ort in zahlreichen kommunalen Liegenschaften.

„Seit dem Jahr 2015 begleiten das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft und die Sächsische Energieagentur SAENA 36 sächsische Städte, Gemeinden bzw. Landkreise beim Aufbau ihres Energiemanagements. Auf diese Weise helfen wir den Kommunen dabei, den Energieeinsatz zu reduzieren und bares Geld zu sparen“, so Umweltminister Thomas Schmidt.

„Wir werden die Kommunen auch in den nächsten Jahren bei der Verstetigung des Kommunalen Energiemanagement weiter begleiten und über den Einsatz externer energietechnischer Berater und die Beschaffung entsprechender Software  unterstützen“, so der Minister weiter.

„Das Engagement für den kommunalen Klimaschutz ist eine freiwillige und zusätzliche Aufgabe. Mit der Förderung erleichtern wir den Kommunen diese Einsatzbereitschaft. Die Erfolge der bisher beteiligten Kommunen können sich sehen lassen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu unseren klimapolitischen Zielen“, so der Minister weiter.

Hintergrund

 …… des KEM ist, dass sich der Energieverbrauch kommunaler Liegenschaften schon mit nicht- oder geringinvestiven Maßnahmen um bis zu 20 Prozent senken lässt. Das kann zum Beispiel dann gelingen, wenn die Gebäude nur zu den Zeiten geheizt werden, zu denen auch eine Nutzung erfolgt. Werden die Gebäudenutzer außerdem für den sparsamen Umgang mit Energie und Wasser sensibilisiert, sind sogar Energieeinsparungen bis 30 Prozent möglich. Alle Aktivitäten eines professionellen kommunalen Energiemanagements zielen darauf, Wärme, Licht, Strom, Luft und Wasser in der erforderlichen Qualität sowie unter möglichst geringem Einsatz von Energie und Kosten bereitzustellen. In Sachsen wird zum Aufbau eines Kommunalen Energiemanagements ein Verfahren in Anlehnung an internationale Normen sowie praktische Erfahrungen aus Vorgängerprojekten angewendet.

In den ausgezeichneten Kommunen werden insgesamt mehr als 1 100 Gebäude analysiert, bewertet und Schritt für Schritt optimiert. Mit der vollständigen Einführung des Kommunalen Energiemanagements können dort jährlich etwa 18 000 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden. Erfahrungsgemäß dauert der Prozess bis zur vollständigen Umsetzung des Kommunalen Energiemanagements drei bis fünf Jahre. Es gibt aber Maßnahmen im Kommunalen Energiemanagement, die sich sehr schnell auszahlen:

In Gröditz hat der kommunale Energiemanager auf die überdimensionierte Fernwärme-Anschlussleistung an zwei Schulen hingewiesen. Durch eine Reduzierung der Anschlussleistung spart die Stadt jährlich 32 000 Euro.

Auch in Markranstädt wurde der Energiebezug untersucht. Der kommunale Energiemanager erreichte durch die Ausschreibung des Strombezuges einen Lieferantenwechsel und damit Einsparungen von 69 000 Euro pro Jahr.

In Flöha konnte die Beleuchtung als größter Verbraucher in zwei Schulen ausgemacht werden. Durch das Zusammenspiel von Energiemanager und Energietechniker wurden 500 alte Leuchtmittel durch moderne LED‘s ersetzt. Die Investition rechnet sich ohne zusätzliche Fördermittel bereits nach 2,5 Jahren, die jährliche Stromkostenersparnis liegt bei mehr als 15 000 Euro. Nun will Flöha in den kommenden Jahren alle öffentlichen Gebäude mit LED-Technik ausstatten

.In Zwickau konnten überdimensionierte Anschlussleistungen für Wasser behoben werden. Für eine angemessene Wasserbereitstellung durch den Versorger werden nun pro Jahr rund 20 000 Euro weniger bezahlt

.In Ebersbach-Neugersdorf wurden zehn Stromverträge angepasst und damit über 7 000 Euro pro Jahr gespart. Durch eine Umstellung der Energieversorgung stammen nun 31 Prozent des städtischen Stroms aus erneuerbaren Energien. Dadurch werden pro Jahr bilanziell 155 Tonnen Kohlendioxid vermieden.

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