Heizung fit für den Winter? - Inspektion und Effizienzlabel, was ist zu beachten

Ist die Heizung für den Winter fit? Die aktuellen Außentemperaturen nähern sich den Heizgrenztemperaturen, d. h. den Außentemperaturen, bei denen die Heizung nach der Sommerpause wieder in Betrieb genommen werden muss. Je nach Gebäudetyp, Dämmung und Speicherfähigkeit liegen diese bei 12°C bis 15°C.

Zeit für eine Inspektion der Anlage durch den Fachmann. Dabei ersetzt die Überprüfung durch den Schornsteinfeger nicht die Wartung durch den Fachbetrieb, da dieser lediglich die Einhaltung von Grenzwerten prüft. Nur im Rahmen einer Wartung durch den Heizungsfachbetrieb wird Ihre Heizungsanlage auf den erreichbaren energieeffizienten Betrieb eingestellt und für den Winter fit gemacht. Die Anwesenheit des Fachexperten ist auch eine gute Gelegenheit Fragen zu Optimierungs- bzw. Einsparpotenzialen zu stellen oder Regelungseinstellung zu Heizzeiten und Heiztemperaturen zu überprüfen.

Wer mit den grundlegenden Einstellmöglichkeiten und Funktionen vertraut ist, kann kleinere Anpassungen und Korrekturen an der Betriebsweise selbst vornehmen und deren Wirkung überprüfen. Hausmeister von Gebäuden oder die Nutzer privaten Wohneigentums bzw. Eigenheimbesitzer sollten in jedem Fall in der Lage sein, Heizzeiten eigenständig an den tatsächlichen Bedarf anzupassen. Gerade in Übergangszeiten ist der Raumwärmebedarf oft auch mit kürzeren Betriebszeiten abzudecken. Für eine Effizienzbewertung der Anlage ist eine monatliche Erfassung und Dokumentation von Verbrauchsdaten zu empfehlen.

Sollten Sie den ineffizienten betagten Heizkessel noch tauschen wollen, sollten Sie  umgehend aktiv werden. Ein neuer Kessel kann bereits ab Beginn der Heizperiode richtig Energie sparen. In der Leistungsanpassung im Schwach- und Teillastbereich haben moderne Geräte mit Brennwertnutzung in der Regel einen erheblichen Effizienzvorteil gegenüber den meisten Geräten der Vorgängergeneration.

Apropos neue Anlage, pünktlich zum Start in die Heizsaison gelten seit dem 26.09.2015 auch neue Anforderungen zur Verbrauchskennzeichnung für neue Wärmeerzeuger und Verbundanlagen. Ein ähnliches Label, wie das bereits bekannte für Haushaltsgeräte Kühlschrank, Waschmaschine und Co., wird damit auch für Heizungsanlagen verbindlich eingeführt. Je weniger Energie für die Erzeugung einer bestimmten Wärmemenge verbraucht wird, desto besser ist die Einstufung.
Was wohl auch als Vergleichsinstrument für Verbraucher gedacht ist, wird diesen wenig hilfreich sein. Die Effizienz der Heizungsanlage wird nicht nur von der Qualität der Einzelkomponenten, sondern maßgeblich von der Gesamtkonfiguration und vorhandenen Rahmenbedingungen bestimmt. Ein Rückschluss auf Betriebskosten ist mit dem Label nahezu ausgeschlossen, da die unterschiedlichen Kosten von Energieträgern keine Rolle spielen. So kann z. B. eine hocheffiziente Anlage im Betrieb deutlich teurer als die weniger effiziente sein. Letztendlich erscheint auch ein Vergleich verschiedener Anbieter damit nicht möglich, da die derzeitige Skalierung für Technologien, wie Gasbrennwerttechnik oder Luftwärmepumpen,  immer die gleiche Effizienzklasse angibt. Biomasseanlagen werden derzeit noch gar nicht gelabelt.

Wir empfehlen hier einmal mehr die Beratung durch den Heizungsfachbetrieb oder eines unabhängigen spezialisierten Energieberaters.

Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH ist ein vom Freistaat Sachsen und der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank gegründetes unabhängiges Kompetenz- und Beratungszentrum. SAENA informiert und berät kostenlos sächsische Unternehmen, Kommunen und private Haushalte rund um die Themen Energie, Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energien.

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