Staatssekretär Brangs gibt WLAN-Hot-Spots in Seifhennersdorf frei

Auf Einladung der Bürgermeisterin Karin Berndt hat der Beauftragte der Staatsregierung für Digitales, Stefan Brangs, im Kindererholungszentrum Querxenland heute das WLAN in Seifhennersdorf freigeben. Für das Hot-Spots-System an drei Standorten stellte der Freistaat im Rahmen der Digitalen Offensive Sachsen 23.572 Euro Fördermittel zur Verfügung. Das entspricht einer Förderquote von 80 Prozent.

Dazu Staatssekretär Stefan Brangs: „Ich freue mich, bei der Freigabe des Projekts vor Ort zu sein. Die WLAN-Hot-Spots sind eine wichtige Ergänzung des touristischen Angebots. Seifhennersdorf macht damit heute einen großen und wichtigen Schritt zur Digitalisierung der Region. Nun hoffe ich, dass es auch bald mit dem Hochgeschwindigkeits-Netzausbau weitergehen kann."

Mit Beginn des Monats September haben die Gäste der Stadt, die sich in den Bereichen des Rathauses und Museums, der Bildungs- und Begegnungsstätte „Windmühle" auf dem Windmühlenberg sowie des KiEZ Querxenland aufhalten, die Möglichkeit, freies WLAN zu nutzen. Damit kann neben dem unkomplizierten Internet-Zugriff auch die Vermittlung vielfältiger touristischer Informationen an die Gäste erreicht werden.

Dazu Bürgermeisterin Karin Berndt: „Da Seifhennersdorf nicht über viele große Ansiedlungen verfügt, sind wir auch auf die regionale vielfältige Wirtschaft angewiesen. Wir freuen uns, dass das WLAN-Projekt so gut umgesetzt werden konnte und der ländliche Raum nicht aus dem Blick gerät. Wir wollen weiter am Thema Digitalisierung arbeiten, um dauerhaft zukunftsfähig zu bleiben."

Nachdem der Stadtrat im Jahr 2015 die Errichtung von Hot Spots an den prägnanten touristischen Schwerpunkten in Seifhennersdorf  beschlossen hatte und die Bewilligung im Januar 2016 folgte, wurden in den Sommermonaten die technischen Voraussetzungen durch die Firmen IT-Service Torsten Kahlert aus Zittau und Tele-Katz aus Seifhennersdorf geschaffen. Dazu wurde unter anderem eine Richtfunkverbindung zwischen den drei beteiligten Partnern eingerichtet.

Beim Eigenanteil wird die Stadt Seifhennersdorf durch die Tourismusanbieter mit Spenden unterstützt. Dazu Rüdiger Schaper, Geschäftsführer der gemeinnützigen KiEZ Querxenland GmbH: „Durch die gute Zusammenarbeit von Kommune und touristischen Leistungsanbietern konnte erreicht werden, dass der heute durch die Gäste erwartete Standard angeboten werden kann. Bereits in den ersten Tagen des Probebetriebs konnten allein im Bereich des KiEZ Querxenland täglich rund 200 Nutzer statistisch erfasst werden. Um die vorhandene Technik optimal ausnutzen zu können, macht sich allerdings auch der Ausbau der Breitbandtechnologie in der Stadt Seifhennersdorf erforderlich."

Hintergrund:
Die Erschließung touristisch relevanter Orte mit WLAN-Hots-Spots stellt einen Teilaspekt der Digitalen Offensive Sachsen (DiOS) dar. Insgesamt stehen in diesem Förderprogramm 200 Millionen Euro Landesmittel für den flächendecken-den Breitbandausbau mit mindestens 50 Mbit/s zur Verfügung. Für die Anbindung von Unternehmen mit deutlich höheren Bandbreiten kommen aus der EU-Kasse weitere 80 Millionen Euro dazu.

Die Digitale Offensive Sachsen schafft die Grundlage für eine bedarfsgerechte, nachhaltige und zukunftsorientierte digitale Infrastruktur im Freistaat. Ziel ist, den Ausbau von Internetverbindungen mit Datenraten größer als 50 Megabit/Sekunde anzureizen und einer Erschließung von WLAN-Hotspots zu unterstützen. So wird ein wichtiger Beitrag zur Sicherung und Weiterentwicklung des Wirtschafts-, Technologie- und Tourismusstandortes Sachsen geleistet.

Damit unterscheidet sich DiOS grundlegend von bisherigen Breitband-Förderprogrammen in Sachsen wie in anderen Ländern. Diese hatten in der Regel die Grundversorgung zum Ziel. Mit der Förderung von Breitbandinfrastrukturen ist auch die erstmalige Schaffung von WLAN-Hotspots an touristisch relevanten Orten verbunden. Der Freistaat Sachsen ist das erste Bundesland, das eine entsprechende Förderung anbietet.


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